Wenn wir über unsere Effizienz sprechen, hören wir oft: Das ist doch...
Zu gut, um wahr zu sein?!
Diese Skepsis ist völlig verständlich. Nicht, weil man uns grundsätzlich nicht glaubt, sondern weil die genannten Werte deutlich höher sind, als viele sie aus dem Alltag kennen. Wer sich schon einmal mit einer Wärmepumpe beschäftigt hat, weiss, dass eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 4 bereits als sehr gut gilt.
Umso überraschender wirkt daher ein Wert wie 5,98. Genau deshalb ist es uns wichtig, solche Zahlen nicht einfach stehen zu lassen, sondern sie einzuordnen und verständlich zu erklären.
Der gezeigte Wert stammt vom 30.12.2025 und bildet den Betrieb unserer Anlage seit dem 27.08.2025 ab. Das bedeutet, er umfasst einen Zeitraum, in dem viele Tage noch vergleichsweise mild waren. Die wirklich kalten Wintertage, in denen eine Wärmepumpe stärker gefordert ist, kommen erst noch.
Dass sich diese Werte im weiteren Verlauf des Winters verändern und auch sinken werden, ist daher völlig normal. Das ist weder überraschend noch problematisch. Im Gegenteil: Genau solche Schwankungen gehören zu einer ehrlichen Betrachtung dazu. Wirklich aussagekräftig wird ein Effizienzwert erst dann, wenn alle Jahreszeiten im Betrieb enthalten sind – also wenn ein vollständiges Jahr betrachtet wird.
Und genau deshalb ist für uns der Blick auf das gesamte Jahr entscheidend – nicht ein einzelner Top-Wert. Betrachtet man unsere Anlagen über diesen Zeitraum, erreichen sie einen SCOP von rund 5,32.
Der SCOP (Seasonal Coefficient of Performance) ist dabei ein normierter Kennwert, der die Effizienz einer Wärmepumpe über unterschiedliche Betriebszustände hinweg abbildet. Er zeigt also, wie effizient eine Anlage nicht nur unter idealen, sondern auch unter anspruchsvolleren Bedingungen arbeitet.
Ein Wert von 5,32 heisst dabei ganz einfach: Aus 1 kWh Strom entstehen rund 5,3 kWh Wärme. Ermittelt wurde dieser Wert im Wärmepumpentestzentrum Buchs, auf Basis klar definierter und vergleichbarer Prüfbedingungen.
Diese Werte zeigen, wohin die Reise geht. Zu einer Effizienz, die sich nicht nur kurzfristig zeigt, sondern sich über Monate hinweg bestätigt. Und die auch dann zuverlässig bleibt, wenn die Bedingungen anspruchsvoller werden.
Genau darauf kommt es für uns an. Nicht auf einzelne Spitzenwerte, sondern auf eine Leistung, die im Alltag funktioniert – über Wochen, Monate und Jahre hinweg. Eine Effizienz, auf die man sich verlassen kann, unabhängig von Momentaufnahmen.
Denn am Ende zählt nicht ein einzelner Bestwert, sondern die konstante Effizienz über die Zeit.