Eigentlich völlig normal, löst aber trotzdem bei vielen Panik aus:
Hilfe, meine Wärmepumpe raucht!
Draussen ist es kalt, der Winter hat begonnen – und plötzlich steigt weisser „Dampf“ aus der Wärmepumpe auf. Für viele ist das ein Moment des Schreckens. Der erste Gedanke:
Das kann doch nicht normal sein.
Doch genau das ist es.
Was hier zu sehen ist, gehört zum ganz normalen Betrieb einer Wärmepumpe im Winter: der sogenannte Abtauprozess. Bei frostigen Temperaturen kann sich am Verdampfer Eis bilden. Dieses Eis würde die Wärmeaufnahme behindern und die Effizienz der Anlage deutlich reduzieren. Um das zu vermeiden, taut die Wärmepumpe in regelmässigen Abständen automatisch ab – abhängig von Aussentemperatur und Luftfeuchtigkeit.
Während dieses Abtauvorgangs wird das Eis gezielt vom Verdampfer gelöst und schmilzt. Die dafür benötigte Wärme stammt kurzfristig aus dem Speicher. Trifft diese Wärme auf die kalte Aussenluft, entsteht Wasserdampf, der durch den Ventilator nach aussen geblasen wird. Das sieht spektakulär aus, ist aber völlig unbedenklich.
Nach dem Abtauen ist der Verdampfer wieder frei. Die Wärmepumpe kann wieder Wärme aus der Umgebung aufnehmen und den Heizbetrieb effizient fortsetzen – bis sich der Prozess bei Bedarf erneut wiederholt.
Gerade im Winter ist dieser Ablauf entscheidend für einen stabilen und zuverlässigen Betrieb. Moderne Wärmepumpen überwachen den Zustand des Verdampfers kontinuierlich und sorgen dafür, dass der Abtauprozess nur so oft und so kurz wie nötig stattfindet. Für die Nutzerinnen und Nutzer läuft das vollkommen automatisch im Hintergrund ab.
Ein wenig Schnee auf der Wärmepumpe selbst ist dabei unkritisch. Wichtig ist lediglich, dass Ventilator und Verdampfer frei bleiben, damit genügend Luft durch das Gerät strömen kann. Wird das beachtet, gibt es keinen Grund zur Sorge – auch dann nicht, wenn es draussen einmal ordentlich dampft.