Viele haben ihr Gebäude gecheckt – mit dem überraschenden Ergebnis:
Wärmepumpe passt perfekt!
Während die Wärmepumpe im Neubau längst Standard ist, wird im Bestand oft noch gezögert. Nicht aus Abneigung, sondern weil unklar ist, ob das eigene Gebäude dafür überhaupt geeignet ist. Entscheidend ist dabei, ob die technischen Voraussetzungen im Gebäude tatsächlich gegeben sind.
Genau hier setzt der Gebäudecheck an. Ein kostenloses Online-Tool, das eine erste, realistische Einschätzung ermöglicht. Die Ergebnisse bieten eine sachliche Grundlage, um das eigene Gebäude besser einordnen zu können.
Dafür werden einige grundlegende Angaben abgefragt, etwa zum Baujahr des Gebäudes, zum bestehenden Heizsystem und zu einzelnen Räumen. Besonders im Fokus stehen dabei Räume, die schwieriger warm zu bekommen sind. Auf dieser Basis entsteht eine raumweise Heizungsbilanz, die zeigt, ob ein Gebäude bereits gute Voraussetzungen mitbringt – und wo Anpassungen eventuell sinnvoll sein könnten.
Eine zentrale Rolle spielt dabei die Vorlauftemperatur. Bis rund 55°C gilt ein Gebäude als „Niedertemperatur-Ready“ und damit gut geeignet für einen effizienten Wärmepumpenbetrieb. Entscheidend ist also nicht allein das Alter eines Hauses, sondern wie es tatsächlich genutzt, beheizt und verteilt wird.
Hinter dem Gebäudecheck steht das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu), das das Tool im Auftrag des Umweltbundesamtes entwickelt hat. UBA-Präsident Dirk Messner betont dabei, dass Wärmepumpen bereits heute in vielen Bestandsgebäuden problemlos möglich sind.
Auch wir sind dieser Meinung, denn wir erleben immer wieder, dass sich die Eignung eines Gebäudes nicht anhand von ersten Annahmen oder Bauchgefühl beurteilen lässt. Ob eine Wärmepumpe passt oder nicht, zeigt sich erst dann, wenn man das Gebäude als Ganzes betrachtet.
Genau deshalb halten wir Werkzeuge wie den Gebäudecheck für so wertvoll. Nicht als Entscheidungsersatz, sondern als Einstieg. Er schafft eine fundierte Grundlage, auf der man weiterdenken kann – statt Möglichkeiten frühzeitig auszuschliessen.
Denn wer prüft, gewinnt Optionen. Und oft zeigt sich dabei, dass der Weg zu einer effizienten und klimafreundlichen Heizlösung näher liegt, als ursprünglich gedacht.
Die Grundlage dieses Beitrags bildet ein Artikel des Solarserver und der Gebäudecheck des ifeus: