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Sind wirklich alle Wärmepumpen umweltfreundlich?

675-mal klimaschädlicher als CO₂:

Sind wirklich alle Wärmepumpen umweltfreundlich?

Wer sich heute für eine Wärmepumpe entscheidet, tut das meist mit bestem Gewissen. Sie stehen für Effizienz, Zukunftssicherheit und moderne Heiztechnik. Vor allem aber gelten sie als sinnvolle Alternative zu Öl und Gas – also als ein wichtiger Schritt weg von fossilen Energieträgern.

Genau deshalb überrascht oft der Blick hinter die Technik. Genauer gesagt auf das Kältemittel, das in vielen Anlagen zum Einsatz kommt.

Denn auch wenn Wärmepumpen im Betrieb CO₂ einsparen, arbeiten viele Geräte noch immer mit synthetischen Kältemitteln. Und genau diese Stoffe können für das Klima problematisch sein. Besonders verbreitet ist R32, auch Difluormethan genannt. Ein Kältemittel, das auf den ersten Blick effizient wirkt, bei genauerem Hinsehen aber eine andere Seite zeigt.

Um das einzuordnen, hilft ein einfacher Vergleich. Das sogenannte Global Warming Potential, kurz GWP, zeigt, wie stark ein Stoff im Vergleich zu CO₂ zur Erderwärmung beiträgt. CO₂ selbst hat dabei den Referenzwert 1. R32 liegt bei einem GWP von 675. Gelangt dieses Kältemittel in die Atmosphäre, wirkt es also 675-mal klimaschädlicher als CO₂.

R32 Gasflasche vor zerstörter Stadt, R290 Gasflasche vor grüner Landschaft

Da stellt sich schnell die Frage:
Ist die Wärmepumpe dann wirklich noch so umweltfreundlich, wie man denkt?

Der Vergleich mit anderen Kältemitteln macht die Unterschiede deutlich. Während R32 ein hohes Treibhauspotenzial hat, liegt R290 – besser bekannt als Propan – bei einem GWP von lediglich 3. Der Unterschied ist enorm und zeigt, wie entscheidend die Wahl des Kältemittels für die Gesamtbilanz einer Wärmepumpe ist.

Für uns war deshalb früh klar: Wenn Wärmepumpe, dann richtig. Wir setzen konsequent auf R290. Als natürliches Kältemittel verbindet Propan sehr geringe Umweltauswirkungen mit starken technischen Eigenschaften. Es arbeitet effizient, bleibt auch bei tiefen Aussentemperaturen zuverlässig und ermöglicht gleichzeitig hohe Vorlauftemperaturen – ein wichtiger Punkt, gerade im Bestand.

So entsteht eine Wärmepumpe, die nicht nur auf dem Papier nachhaltig ist, sondern es auch im realen Betrieb bleibt. Effizienz und Verantwortung schliessen sich dabei nicht aus, sie greifen ineinander.

Am Ende zeigt sich: Man sollte sich weniger fragen, ob Wärmepumpen grundsätzlich klimafreundlich sind. Die entscheidende Frage ist, womit sie arbeiten. Denn das Kältemittel macht den Unterschied – und genau dort beginnt echte Nachhaltigkeit.



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